Geschichte

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Geschichte

Chronik Entstehungsgeschichte des Hotel zum Löwen bei Frankfurt am Main nähe Flughafen Rhein Main

Familienchronik des Hotel zum Löwen in Walldorf bei Frankfurt am Main

  • 1
Gründer der Gaststätte "Zum Löwen" am 1. Januar 1843 - Jakob Zwilling, Schreiner mit Ehefrau Katharine Zwilling, geb. Pons

Der Schreinermeister Jacob Zwilling, geb. 29.07.1819 und seine Frau Katharina, geb. am 04.09.1820 eröffneten am 01. Januar 1843 in Walldorf die Wirtschaft zum Löwen in der Langstraße 68 und war somit der erste Löwenwirt in der damals noch kleinen Gemeinde. Das Grundstück hat er im gleichen Jahr von Jean Pierre Passet erworben. Hierzu muss man wissen, das die Grundstücke der Langstrasse 68 und 70 auf der ersten gezeichneten Flurkarte von Walldorf ursprünglich ein Grundstück waren, das noch im Jahre 1716 gemeinsamer Besitz von Jean und Jacques Tron ( Onkel und Neffe) war.

  • 2
Wirtschaft zum Löwen im 19. Jahrhundert

Die Eheleute Zwilling hatten insgesamt 11 Kinder, wovon 1 Sohn tot geboren wurde, ein weiterer Sohn Sohn und eine Tochter starben wenige Monate nach der Geburt. Der jüngste Sohn Herman wanderte in jungen Jahren nach Amerika aus.

  • 3
Geschenkurkunde zum 125 jährigen Jubiläum des Gesangsverein "Sängerlust" 1877 e.V. Walldorf

Im Jahre 1873 wurde die Wirtschaft von dem Besitzer den damaligen Erfordernissen entsprechend umgebaut und modernisiert. 4 Jahre später, im Jahre 1877 wurde in diesem Lokal der älteste, heute noch bestehende Verein, der Gesangsverein Sängerlust gegründet.

Die am 19.07.1857 als vierte Tochter geborene Katharina heiratete am 29.Oktober 1880 den am 07. November 1857 geborene Wilhelm Jourdan 6, der von Beruf Schlosser war. Im Jahre 1883 übernahmen beide als Erbteil der Ehefrau, das Anwesen Langstraße 68 und waren somit in zweiter Generation die Löwenwirte. Der Ehe entstammen 6 Kinder, alle männlichen Geschlechts. Da die Ehefrau Tochter des Schreiners Jakob Zwilling war, wurde sie bald unter dem Beinamen Schreiner’s Kathrine bekannt, für gute Freunde und Bekannte war sie die Kathrinche, die für ihre gute und geschmackvolle Küche bei den Gästen bekannt und beliebt war.

Um die Jahrhundertwende, das genau Datum ist nicht mehr bekannt, wurde der Saalbau erstellt, der fortan geselligen Veranstaltungen diente. An den Wochenenden wurde der Saal als Übungsstätte für die Mitglieder der dort im Jahre 1896 gegründeten TGS Walldorf benutzt.

Auf alle Söhne dieser Ehe wurde der Beiname Schreiners übertragen, der sich aber im Laufe der Jahre in Walldorfer Mundart in Schreunich gewandelt hatte. So kennen wir den Schreunich Jakob, der durch seinen Beruf später auch Schreunich Bäcker genannt wurde.

Schreunich Wilhelm führte mit seiner Frau ein Eisenwaren und ein Haushaltswarengeschäft. Oberlehrer in Nieder-Beerbach wurde Schreunich Ludwig oder Schreunich Loui , sein Bruder Lorenz, Schreunich Lorenz war Handels-Oberlehrer in Bad Homburg. Der jüngste Sohn Peter ist im Alter von 23 Jahren im ersten Weltkrieg 1914 gefallen.

  • 4
ehemaliges Gasthaus Schild

Der älteste Sohn Hermann, Schreunich Hermann geb. 02.04.1891 übernahm 1919, 10 Jahre nach seiner Vermählung, zusammen mit seiner, am 19 März 1887 geborenen Frau Margarethe, geb. Ponsin Nachfolge seiner Eltern in dritter Generation, die Verantwortung für den Betrieb. Neben, dem von den Eltern auch übernommenen, Spezerei Geschäft, das im vorderen linken Teil des Gebäudes von der Straßenseite zugänglich war, war in einem anderen Nebenraum auch eine Postagentur untergebracht.Die Posthalterin war die Ehefrau und dem Hausherren persönlich oblag es,zusammen mit weiteren Hilfskräften, die für die damaligen Einwohner bestimmten Postsendungen zuzustellen bzw. in Empfang zunehmen.

Ebenfalls in dieser Zeit war im Saalbau, an der Westseite zum Hofe hin, eine Kegelbahn untergebracht und im großen Saal selbst wurden Kinofilme vorgeführt. Allerdings technisch noch nicht so perfekt wie in den Jahre ab 1956.

  • 5
Die beliebte Margarethe alias Schreunich Gretche in der Küche

Durch die Heirat wurde der Beiname auch auf seine Frau Margarethe übertragen und wie ihre Schwiegermutter war sie als Schreunich Gretche für gute Küche und ihr frohes aufgeschlossenes Wesen beliebt und geschätzt. Mancher der älteren wird sich noch gerne an spezielle Sondergerichte an den Kerwe, Weihnachtstagen und Silvester erinnern. Für diejenigen die allzu tief ins Glas geschaut hatten, hatte sie immer einen speziellen Cocktail parat : eine Tasse schwarzen Kaffee mit Salz.

In der größten Pfanne die in der Küche vorhanden war,sind die von den Kerweborsch am Kerwemontag gesammelten Hühnereier, von ihr in Portionen bis zu 20 Eiern pro Pfanne gebacken worden.

  • 6
Anna Steckenreiter in der Küche

In der Zeit zwischen den beiden Kriegen stand das Theaterspielen bei den Walldorfer Gesangsvereinen in großer Blüte. Operetten wie: Winzerliesel, Waldvögelein Singvögeln, Freigeschütz, Preciosa und das Mädel vom Neckarstrand und Andere wurden meistens am zweiten Weihnachtsfeiertag für die Vereinsmitglieder und die gesamte Bevölkerung des Dorfes im Saalbau mit großen Erfolg aufgeführt. Am ersten Weihnachtsfeiertag fanden immer die traditionellen Familienabende der beiden im Gasthaus zum Löwen gegründeten Vereine statt.

  • 7
Anna und Jakob Steckenreiter am Tresen

An Nachkommen hatten die Eheleute Hermann und Margarethe Jourdan nur die Tochter Anna, die am 27.09.1909 geboren wurde. Am 02.03.1933 heiratete sie den am 05.07.1907 ebenfalls in Walldorf geborene Jakob Steckenreiter 7.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges gab dieser seine Arbeitsstelle in einem Frankfurter Betrieb auf und übernahm 1948 als vierter Löwenwirt zusammen mit seiner Frau Anna den Betrieb der Gaststätte. Schon wenige Jahre danach wurde das Gasthaus renoviert, Fremdenzimmer eingerichtet und eine Zentralheizung für das gesamte Gebäude installiert.

Der Beiname Schreunich hat sich erstaunlicher Weise nur bei der Ehefrau gehalten, während auf den Ehemann sich der Beiname seines Vaters, des Maurermeister Wilhelm Steckenreiter 2 genannt Stebbel übertragen hat.

  • 8
Theaterensemble mit Schreunich Anna und Stebbel's Jakob

Schreunich Anna und Stebbel’s Jakob haben sich beide als Darsteller bei den Operettenaufführungen der zwanziger und dreißiger Jahre große Verdienste und Ansehen erhoben.

  • 9
Gaststätte in den Nachkriegsjahren

Der Ruf einer guten Küche ist auf die Löwenwirten uneingeschränkt übertragen worden und die neuen, sich aus dem Hotelbetrieb ergebenden Aufgaben wurden vortrefflich gemeistert. In diesen ersten Nachkriegsjahren und besonders in den der Währungsreform von 1948 folgenden Jahren nahm das durch die Kriegsereignisse fast vollständig ruhende kulturelle Leben des Ortes einen rasanten Aufschwung. Das zeigte sich auch in den Veranstaltungen, die im großen Saalbau aber auch im kleinen Saal, der dem Gesangsverein Sängerlust an den Wochentagen als Stätte der Chorproben diente, dargeboten wurden.

  • 10
Gaststätten-Personal in den Nachkriegsjahren

Neben den traditionellen althergebrachten Veranstaltungen wie Masken- und Kostümbälle in der Faschingszeit, Kerwetanz sowie Familienabende und Theaterveranstaltungen der beiden hier beheimateten Vereine, wurden nun auch andere kulturelle Veranstaltungen Angeboten. Opern- Operetten – Gastspiele der Stadt. Bühnen in Frankfurt am Main mit dem aus Walldorf stammenden Tenor Adam Fendt, Gesangs – Wettstreite, Kritik- und Wertungssingen, Jubiläumskonzerte, Turn – Vergleichskämpfe mit auswärtigen Vereinen, aber auch Tier – und Geflügel – Ausstellungen heimatlicher und auswärtiger Züchter sind nur einige der vielseitigen Veranstaltungen. Anlässlich der 250 – Jahr – Feier der Gemeinde Walldorf im Jahre 1949 und des Tages der Stadtwerdung von Walldorf am 27. Oktober 1962 fanden die Festakte im Saalbau zum Löwen statt.

  • 11
Festakt im Saalbau zum Löwen

Das Jahr 1956 brachte einen großen Umbruch. Der Saalbau wurde zu einem großen Kino umgebaut und damit waren den beiden Vereinen eine Vielzahl von Übungsstätten und Trainingsmöglichkeiten genommen.

  • 12
Löwen-Lichtspiele Walldorf im Freitags-Anzeiger

Am 15 Dezember 1956 fand in den neuen Löwenlichtspielen unter der Regie von Peter Jourdan , in Walldorf auch unter dem Namen Kino Peter bekannt, die erste Filmvorführung mit dem Film “Die Stimme der Sehnsucht” mit Kammersänger Rudolf Schock statt. Das Lichtspieltheater erfreute sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit und selbst auch nach einem Wechsel des Betreibers blieb der Zuspruch ungebrochen. Fast 36 Jahre lang hatten die Löwenlichtspielen in Verbindung mit dem kommunalen Kino ihre Bleibe in dem ehemaligen Saalbau zum Löwen.

  • 13
Günter Steckenreiter

Horst und das Zwillingspaar Anneliese und Günter sind die Kinder von Anna und Jakob Steckenreiter,als Nachfolger in der Führung des in der Zwischenzeit zum Hotel zum Löwen gewandelte Gasthaus zum Löwen war der in der Hotellerie voll ausgebildete älteste Sohn Horst vorgesehen. Durch einen tragischen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang im Jahre 1956 wurde dies nicht mehr möglich und so hat der jüngste Sohn Günter im Jahre 1973, nach dem Tode seines Vaters die Leitung des Hotelbetriebes in der fünften Generation übernommen.

Günter Steckenreiter, geb. 13.07.1938 hat am 25.08.1962 die am 20.02.1941 geb. Marion, geborene Hartung, geheiratet. Der Ehe entstammen zwei Söhne René und Jörg .

  • 14
Alter Festsaal Ende der siebziger und Anfangs der achtziger Jahre

Der Zuspruch zum Hotel wurde Ende der siebziger und Anfangs der achtziger Jahre, begünstigt durch den Flughafen und die Nähe zu der Stadt Frankfurt am Main deren Hotels in der Messezeit fast immer ausgebucht waren, immer stärker. So dass Günter Steckenreiter sich schon bald mit der Erweiterungspläne beschäftigte. Im Zuge des Umbaus der ehemaligen Gastwirtschaften zum reinen Hotelbetrieb wurden nun auch im ehemaligen kleinen Saal, Fremdenzimmer eingerichtet und im März 1983 wurde auf dem gleichen Grundstück zur Bahnstraße hin, ein neues Gästehaus mit 8 Einzel und 4 Doppelzimmer sowie einer Wohnung erstellt.

Anfangs der neunziger Jahre wurden Überlegungen angestellt, weitere Gästeunterkünfte zu erstellen. Und im Jahre 1991 zeichnete sich das baldige aus, für die Löwenlichtspielen an. Am 01.07.1992 wurde der letzte Film vorgeführte und bereits einen Monat später im August 1992 begannen die Bagger mit dem Abriss des Kinos und ehemaligen Saalbaues.

Ein moderner, nach neuzeitlichen Erkenntnissen geplanter Hotelneubau erstand an Stelle des alten Saalbaues.

  • 15
Abriss des Kinos

Nach der Planung des Bauherren Günter Steckenreiter sollte das 150 Jährige bestehen des Familienunternehmens Gasthaus und Hotel zum Löwen in 1993 mit der Einweihung des Hotelneubaues gefeiert werden. Doch wie so oft bei Neubauten traten auch hier unvorhergesehene Schwierigkeiten und Umstände ein, die dieses Vorhaben nicht Wirklichkeit werden ließen.

Wenn heute, im Februar 1994, der Hotelneubau dann doch offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden kann, ist damit in der 150 jährigem Geschichte ein weiterer Meilenstein gesetzt worden.

Die Nachfolge des jetzigen Inhabers werden in der sechsten Generation die beiden Söhne René geb. 05.05.1963 und Jörg geb. 02.07.1965 antreten, wobei René für den technischen Teil der Innen und Außenanlage zuständig wird, während Jörg den kaufmännischen Teil aufgrund seiner Ausbildung in der Gastronomie den Küchenbetrieb betreuen wird. Beide sind bereits heute schon in diesen Aufgaben tätig.

Den Löwenwirten aller Generationen war unter anderem eines gemeinsam, alle haben das Walldorfer Nationalgetränk den Ebbelwoi gekeltert. Früher als die Pressen noch nicht den technischen Stand von heute aufweisen konnten wurde noch mit Muskelkraft gepresst und je nach Pressstand wurden Schalter und Balken aufgelegt um den Druck in der Presse zu erhöhen . Nach der 1. Presse wurde dann der Trester mit einer Hacke kräftig aufgelockert, das ganze richtig gewässert und ein zweites mal gepresst. Wenn man damals 100 liter von dem “Stöffche” haben wollte, musste man mehrere Stunden an der Kelter verbringen.

Der heutige Löwenwirt Günter Steckenreiter ist in Walldorf der Einzigste, der diese Tradition, heute allerdings mit modernen Anlagen, weiter aufrecht erhält und in jedem Jahr auch für privat Personen, aus den angelieferten Äpfel den “Süßen” herstellt.

In dem Jahr 2001 verstarb seine Frau Marion nach langer Krankheit, die seit ihrer Jugend den Betrieb kannte und ihn unterstützt hat und geholfen hatte eine neue Struktur in den gewandelten Betrieb mit ein zubringen.

Sohn René hatte lange Jahre, trotz seiner schweren Krankheit, im Betrieb mit geholfen und ihn mitgestaltet. Er erlag aber im Jahr 2008 seiner schweren Krankheit. Aus der Ehe des zweiten Sohn’s Jörg in zwischen Geschäftsführer und verheiratet mit Nathalie, geborene Lecoq, entstammen die Kinder Jessica und Christopher. Die Tochter und der Sohn sind jetzt schon beide in ihrer Ausbildung Richtung Gastronomie ausgebildet sodass eine nächste 7.Generation heran wächst.

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